nanoo.tv EDU nimmt an EU-Projekt InDVT teil

BADEN Der Schweizer Marktführer für Videoeinsatz im Unterricht und Betreiber von nanoo.tv, Werft22, ist seit dem 1. Januar Partner bei dem „Erasmus +“-Projekt „Inclusive Digital Video Training“ (InDVT), welches die Nutzung von digitalem Video in Bereichen der Jugendarbeit fördern will.

In den letzten Jahren hat der Einsatz von digitalen Medien in der formalen Bildung an Beliebtheit gewonnen, jedoch mangelt es noch häufig an standardisierten Ansätzen für die Nutzung. Einer der Hauptgründe dafür liegt nicht im Mangel an geeigneten Materialien, sondern am Fehlen einer passenden didaktischen Methodik, die es den Lehrenden ermöglicht, die geeigneten Inhalte für ihre Arbeit auszuwählen. Während es für dieses Problem in der formalen Bildung bereits Lösungsansätze gibt, besteht in der nicht-formalen und informellen Bildung hier noch ein Mangel.

Das Projekt „InDVT“ unterstützt die Förderung der beruflichen Entwicklung von Fachkräften in der Jugendarbeit im ICT-Bereich, vor allem durch die Erstellung von Trainingsmaterial. Zudem wird durch die Qualifikation von Multiplikatoren (Fachkräfte und Jugendarbeitende) die Fähigkeit junger Menschen gestärkt, sich aktiv in Europa zu engagieren und zu vernetzen.

Das Projekt

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Methodik für die Auswahl von digitalem Videomaterial für die integrative nicht formale Bildung. Momentan lässt sich die grosse Vielfalt an Filmen nur sehr schwer auf Inhalt, Qualität und Nutzen für Bildungsziele beurteilen.

Für die Entwicklung einer Methodik sind drei Grundprinzipien zentral: Wie Inhalte unterrichtet werden, um sie zugänglich zu machen (Veranschaulichung), wie Lernende zeigen, was sie gelernt haben (Ausdruck) und wie Lernende dazu motiviert werden, ihr Bestes zu geben (Engagement).

Die Projektziele, basierend auf diesen Prinzipien, sind:

  • Erarbeitung einer Methodik zur Auswahl von Videos
  • Erstellung von Schulungsunterlagen und praktischen Fällen für Jugendarbeitende innerhalb eines Online Learning Management Systems (LMS)
  • Veranstaltung von weiterbildenden Workshops für Jugendarbeitende

Die Projektpartner

Das Projekt vereint Experten im Bereich Bildung und Digitale Medien und schafft Synergien. Im Projekt vertreten sind:

Die „Student Computer Art Society“ (SCAS) aus Bulgarien hat Erfahrung in der Verwaltung internationaler Projekte im Bereich der modernen Medien- und Jugendarbeit und leitet damit das Projektkonsortium. SCAS bringt ihre Expertise in der Erstellung von Schulungsinstrumenten für neue Medien in der Jugendarbeit ein. Ausserdem stellt SCAS auch Web- und Grafikdesigner sowie Personal für digitale Filmbearbeitung bereit.

Werft22, Betreiber von nanoo.tv aus der Schweiz, verfügt über langjährige Kompetenz im Bereich Online-Bildungs-Videoplattformen und hilft dabei ein Online Learning Management System zu erstellen.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der tschechischen Hochschule für Life Sciences Prag (Ceska Zemedelska Univerzita v Praze), wird ihr Fachwissen in der Methodikentwicklung für digitale Videoauswahl und Nutzung in der nicht-formalen Bildung einbringen. Die Universität verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Erasmus-Projekten und wird sich auch um die Qualität der Trainingsprodukte kümmern.

Die European Youth4Media Association mit Sitz in Deutschland, bringt ihre Erfahrungen in der Entwicklung von Schulungen für den Umgang mit neuen Medien in der Jugendarbeit ein. Die Organisation wird für die Gestaltung der Workshops und die Verbreitung der Projektergebnisse in ihrem europäischen Netzwerk (52 Organisationen aus 32 Ländern) verantwortlich sein.

Ausserdem wird das National Student Information and Career Center (NSICC) aus Bulgarien für die Verbreitung von Projektergebnissen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene zuständig sein. Das NSICC verfügt über Erfahrungen in der Koordination und Bereitstellung von didaktisch-methodischen Materialien für Studenten-Information- und Karriere-Zentren in Bulgarien und verfügt über Kontakte zu weiteren Zentren in Europa.

Weitere Informationen zur Abgrenzung formale, non-formale und informelle Bildung

écrite 17.03.2017
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